Microsoft Copilot Autopilot: Abrechnung nach Verbrauch
Der Agent startet als private Vorschauversion. Was eine Aufgabe kostet, sagt Microsoft bisher nicht.

MicrosoftMeistern Sie Microsoft Copilot für Ihren Büroalltag. rechnet einen Teil von Copilot künftig nach Verbrauch ab. Am 25. September 2026 stellte der Konzern eine überarbeitete Copilot-App vor, aufgeteilt in die Bereiche Home, Code und Autopilot. Der neue Agent?Ein KI-Programm, das Aufgaben selbständig ausführt, statt nur auf einzelne Fragen zu antworten. Microsoft Copilot Autopilot läuft dauerhaft in der Cloud und arbeitet laut Microsoft auch dann weiter, wenn niemand mit ihm spricht: ein «dauerhafter, proaktiver persönlicher Agent, der weiterarbeitet, wenn man selbst gerade nicht da ist» (Quelle: Microsoft).
Praktisch heisst das: Der Agent wartet nicht auf einen Prompt?Die Eingabe oder Anweisung, mit der ein Nutzer ein KI-System zu einer Antwort veranlasst., sondern beobachtet zum Beispiel Teams-Kanäle und erledigt die daraus abgeleiteten Aufgaben selbständig. Autopilot startet als private Vorschauversion, eine allgemeine Verfügbarkeit ist nicht angekündigt (Quelle: VentureBeat).
Microsoft Copilot Autopilot läuft über Credits
Die Abrechnung ändert sich mit. Agentische Arbeit brauche eine andere Kostenstruktur, schreibt Microsoft. Cowork, Code und Autopilot sowie die Modelle Astra und Fable stellt der Konzern deshalb auf nutzungsbasierte Abrechnung um, im Original «usage-based billing». Bezahlt wird also nicht mehr pro Kopf und Monat, sondern nach dem, was der Agent tatsächlich tut.
Als gemeinsame Einheit dienen Credits?Verrechnungseinheit für KI-Funktionen. Wie viele Credits eine Anfrage kostet, hängt von ihrer Komplexität ab; abgerechnet wird nach tatsächlichem Verbrauch.. Wie viele eine Anfrage verbraucht, hängt laut Microsofts Leitfaden davon ab, wie komplex die Antwort, Aktion oder Operation ausfällt. Gebündelt und abgerechnet wird auf Ebene des Mandanten, also des gesamten Firmenkontos (Quelle: Microsoft Copilot Credits Guide). Die klassische Copilot-Nutzung bleibt davon getrennt. Einen Preis pro Aktion oder Aufgabe für Autopilot nennt keine der Veröffentlichungen. Ein Bericht führt weiterhin 30 US-Dollar pro Nutzer und Monat für Microsoft 365 Copilot an, ausdrücklich als bestehende Lizenz und nicht als Verbrauchspreis (Quelle: Directions on Microsoft).
Verbrauchsabrechnung für proaktive Agenten: Wie sollten Unternehmen damit umgehen, solange Microsoft keine Verbrauchssätze nennt?
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OpenClaw beansprucht die technische Grundlage
Einen Tag nach der Vorstellung erklärte das KI-Unternehmen OpenClaw, Autopilot basiere auf seiner Technik (Quelle: OpenClaw). Die Darstellung stammt vom Anbieter selbst, eine unabhängige Bestätigung liegt nicht vor.
Neu ist das Prinzip nicht. Wer Agenten in Copilot Studio baut, zahlt den Betrieb schon heute in Credits. Autopilot dehnt dieses Modell auf einen Agenten aus, der von sich aus aktiv wird.
Darin liegt der ökonomische Bruch. Eine Flatrate deckelt das Risiko: Wer viel nutzt, zahlt gleich viel. Ein dauerhaft laufender Agent kehrt das um, weil die Kosten nicht mehr an der Zahl der Beschäftigten hängen, sondern an der Zahl der Ereignisse, auf die er reagiert. Ein geschwätziger Teams-Kanal wird damit zum Kostenfaktor. Microsoft verkauft die Umstellung als Möglichkeit, Modelle zu wählen und Kosten am Nutzen auszurichten. Zugleich ist sie ein Schritt weg vom subventionierten Pauschalpreis.
Wer Autopilot einsetzt, entscheidet nicht mehr nur, was der Agent darf, sondern auch, wie oft er aufwacht. Beides zusammen ergibt die Rechnung. Solange Microsoft keine Verbrauchssätze veröffentlicht, lässt sich der Betrieb eines proaktiven Agenten nicht kalkulieren, sondern nur beobachten: Die Kostenkontrolle verschiebt sich von der Beschaffung in den laufenden Betrieb. Und weil die Credits auf Mandantenebene zusammenlaufen, fällt zuerst die Gesamtrechnung auf und erst danach die Abteilung, die sie verursacht hat.
Quellen:
Microsoft Official Blog: «Introducing the new Copilot with Home, Code and Autopilot»
VentureBeat: «Microsoft revamps its Copilot AI with a persistent Autopilot agent»
Directions on Microsoft: «Microsoft Shows Off Its New Copilot ‹Super App›».
Häufige Fragen
Was unterscheidet Microsoft Copilot Autopilot von einem gewöhnlichen Chatbot?
Microsoft Copilot Autopilot ist ein cloudbasierter KI-Agent, der dauerhaft laufen soll. Er wartet laut Microsoft nicht auf einen einzelnen Prompt, sondern kann etwa Teams-Kanäle beobachten und daraus Aufgaben ableiten. Die private Vorschau ist damit stärker auf eigenständiges Arbeiten ausgelegt als ein klassischer Chatbot. Microsoft hat eine allgemeine Verfügbarkeit bislang nicht angekündigt.
Wie funktioniert die Abrechnung von Copilot Autopilot?
Für Autopilot gilt eine verbrauchsabhängige Abrechnung. Microsoft fasst die Nutzung in Copilot Credits zusammen. Wie viele Credits eine Aufgabe kostet, hängt laut Konzern von deren Komplexität sowie von Antwort, Aktion oder Operation ab. Abgerechnet wird auf Ebene des Mandanten, also für das gesamte Firmenkonto. Einen konkreten Preis pro Aufgabe nennt Microsoft bisher nicht.
Welche Aufgaben kann Autopilot selbstständig erledigen?
Die bisherigen Angaben nennen Teams-Kanäle als mögliches Arbeitsfeld. Autopilot könnte daraus abgeleitete Aufgaben selbstständig bearbeiten, statt erst auf einen neuen Prompt zu warten. Welche Aktionen im Einzelnen verfügbar sind und wie Microsoft sie begrenzt, geht aus den veröffentlichten Informationen nicht hervor. Das tatsächliche Einsatzgebiet hängt deshalb von der Vorschau und ihren Regeln ab.
Welche Datenschutzfragen wirft ein dauerhaft laufender Agent auf?
Der Agent soll dauerhaft in der Cloud arbeiten und Inhalte aus beobachteten Arbeitsbereichen verarbeiten. Damit stellen sich Fragen zu Berechtigungen, Datenschutz und Nachvollziehbarkeit. Die vorliegenden Angaben erklären jedoch nicht, welche Administrationskontrollen gelten, wie lange Daten gespeichert werden oder wie sich einzelne Aktionen prüfen lassen. Diese Punkte müssen Unternehmen vor einem produktiven Einsatz klären.
Wie lässt sich Microsoft Copilot Autopilot derzeit nutzen?
Autopilot startet zunächst als private Vorschauversion. Eine allgemeine Freigabe hat Microsoft bislang nicht angekündigt. Daraus folgt: Der Zugang ist nicht automatisch für alle Copilot-Konten verfügbar. Details zu Teilnahme, regionaler Verfügbarkeit und einem Starttermin nennt die Veröffentlichung nicht. Unternehmen können daher derzeit vor allem die angekündigten Bedingungen beobachten und intern mögliche Einsatzfälle bewerten.
Lohnt sich Autopilot im Vergleich zu einer festen Monatslizenz?
Ob sich Autopilot lohnt, hängt vom Arbeitsaufkommen und der gewünschten Eigenständigkeit ab. Die klassische Copilot-Nutzung bleibt von der Credit-Abrechnung getrennt. Für Autopilot, Cowork, Code sowie Astra und Fable zählt dagegen der Verbrauch. Ohne Preis pro Credit und Angaben zum Creditbedarf einzelner Aufgaben lässt sich der Gesamtpreis derzeit nicht seriös mit einer Monatslizenz vergleichen.
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